Augenerkrankungen durch Diabetes: Mögliche Therapieformen

Nicht nur Fachleute einer Augenklinik weisen immer wieder darauf hin, dass Diabetiker eng mit einem Augenarzt zusammenarbeiten sollten, um mögliche Spätfolgen vermeiden zu können. Denn nur wenn das Stadium der Augenerkrankung noch nicht allzu fortgeschritten ist, können die Gefässveränderungen in ihrem Fortschreiten gestoppt werden, damit es nicht zu einer Erblindung oder anderen schwerwiegenden Sehstörungen kommen muss. Hierzu kann eine spezielle Form von Augenlasern eingesetzt werden. Man spricht von der sogenannten Laserkoagulation, die für den Patienten mit keinerlei Schmerzen einhergehen muss.

Sollte es sich hingegen um einen schwerwiegenderen Fall handeln, so kann eine Netzhaut-Glaskörper-Chirurgie erforderlich werden. Die sogenannte Vitrektomie kann in den meisten Fällen dafür sorgen, dass eine Erblindung vermieden werden kann. Dafür muss der Eingriff allerdings rechtzeitig durchgeführt werden. Die Früherkennung ist bei diabetischen Augenerkrankungen also besonders wichtig. Daher legen die Fachärzte allen an Diabetes erkrankten Menschen ans Herz, dass sie eine augenärztliche Untersuchung gleich im Anschluss an ihre Diabetes-Diagnose in Anspruch nehmen sollten.

Dies ist besonders deshalb so wichtig, da die Betroffenen oftmals gar nicht wissen, wie lange sie eigentlich schon an Diabetes leiden. Daher kann die Augenerkrankung ebenfalls schon weiter fortgeschritten sein, als es den Patienten vielleicht bewusst ist. Konnte die Ausgangssituation bei einem Augenarzt zunächst abgeklärt werden, so sollten einmal jährliche weitere Kontrolluntersuchungen erfolgen. Es ist besonders auf die Weitstellung der Pupille zu achten. Sofern sich die Gefässe der Netzhaut bereits krankhaft verändert haben, müssen die Untersuchungen durch den Augenarzt nun bereits alle drei bis sechs Monate durchgeführt werden. Dies ist natürlich vor allem davon abhängig, in welchem Krankheitsstadium sich der Betroffene genau befindet. 

Ausserdem kann der Diabetiker den Verlauf seiner Augenkrankheit begünstigen, indem er sich möglichst genau an die jeweiligen Empfehlungen seines Arztes hält. Dieser kann zum Beispiel eine bestimmte Diät, eine strenge Gewichtskontrolle oder die Einnahme von verschiedenen Medikamenten verordnen. Auch Blutdruckbehandlungen können von Nöten sein. Ein ausreichend hohes Mass an körperlicher Aktivität ist ebenfalls empfehlenswert. Alles in allem sollten die Hausärzte, Augenärzte, Internisten und Diabetologen möglichst zusammenarbeiten, um dem Patienten trotz seiner Diabetes zu einem milden Krankheitsverlauf verhelfen zu können.

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.